Achilleus

Erinnern Sie sich noch an die unterhaltsamen und teilweise denkwürdigen Theaterstücke, den lustigen Kabarettabend, das Konzert der Jazz- und Bluesfreunde, die tolle Lesung mit Suzanne von Borsody und die letzte Ausstellung in der KunstHalle?

All das scheint ewig her zu sein…

Eine Veranstaltung nach der anderen musste abgesagt werden. Corona und kein Ende?

Die Situation ist ein Desaster für alle Künstler, für unseren Wirt der Kulturkneipe und für alle, die Kunst und Kultur lieben und schmerzlich vermissen. Wie formulierte Alfons Trompenaars so treffend: „Ein Fisch spürt erst dann, dass er Wasser zum Leben braucht, wenn er nicht mehr darin schwimmt. Unsere Kultur ist für uns wie das Wasser für den Fisch. Wir leben und atmen durch sie.“

Um bei diesem Bild zu bleiben, liegen wir armen Goldfische schon seit Monaten auf dem Trockenen und schnappen verzweifelt nach einem Leben mit Kultur!

Weil der leichte Lockdown nicht funktioniert hat, sind verschärfte Kontaktbeschränkungen nur noch eine Frage der Zeit. Das bedeutet, dass Kultur weiterhin nicht stattfinden kann, dass wir auch in den nächsten Monaten wohl kaum die Wiedereröffnung der Theater und Museen erleben werden.

Wir lassen uns nicht unterkriegen!

Das war zumindest die Idee vieler Künstler, die früh begonnen haben, auf ihrem Balkon oder im eigenen Wohnzimmer mit ihrem Handy Videos aufzunehmen und ins Internet zu stellen. So fing es an: Kultur wurde zunehmend digitaler. 

Für die Künstler ist das neue Medium ein Weg, mit dem Publikum in Kontakt und im Gespräch zu bleiben. Die Berliner Philharmoniker, das Staatstheater Augsburg und viele andere Bühnen haben für den digitalen Raum inzwischen zusätzliche Angebote entwickelt, mit denen sie auch Einnahmen generieren wollen.

Der Kulturbahnhof – insbesondere der Förderverein – möchte den Weg in die Digitalisierung in Zeiten der Pandemie auch erkunden. Wird unser Publikum mitspielen? Werden unsere neuen digitalen Produkte wohl angenommen? Erreichen wir damit auch Menschen, für die der Kulturbahnhof bisher keine Bedeutung hatte, weil sie lieber im Internet surfen?

Wir werden es mit Spannung verfolgen, was passieren wird.

Kunst und Kultur auf YouTube? Na klar doch! Wenn alles, was bislang „normal“ war nicht mehr möglich ist, sollten wir doch andere Wege suchen und ein wenig experimentieren, oder etwa nicht?

Schreiben Sie uns, wie Sie darüber denken – wir freuen uns auf Ihre Kommentare!

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